Die Nachfrage KI-nativer Unternehmen treibt das europäische KI-Cloud-Ökosystem schneller voran als je zuvor. Entwickler benötigen Rechenleistung in der Nähe ihrer Daten, offene Modelle, die sie anpassen und in großem Maßstab bereitstellen können, sowie eine Full-Stack-Infrastruktur, die von Grund auf sicher konzipiert ist.
NVIDIA Cloud Partner in Europa, den nordischen Ländern, Afrika und Zentralasien bauen regionale Rechenkapazitäten für Modelltraining und Inferenz aus, unterstützen Entwickler bei der Entwicklung von Anwendungen für agentenbasierte und physische KI und legen Grenzen dafür fest, worauf Agenten zugreifen und was sie ausführen dürfen.
Gemeinsam verwandeln sie Europas Energie, Daten, Forschung und industrielle Expertise in produktive Intelligenz. Sie unterstützen damit neue Modelle, Anwendungen, Organisationen und Arbeitsplätze und geben Menschen zugleich mehr Kontrolle darüber, wo und wie sie KI entwickeln und einsetzen.
Souverän: KI-Clouds bauen europäische KI-Infrastruktur auf
Europa verfügt über erstklassige Forschung, Ingenieurstalente, industrielle Expertise und Daten. Die nächste Generation von Modellen und Anwendungen erfordert Rechenleistung in großem Maßstab in der Nähe der Orte, an denen dieses Wissen angesiedelt ist. Regionale KI-Clouds bilden das infrastrukturelle Fundament, auf dem Modellentwickler, Unternehmen und ganze Branchen wachsen können.
Mit der Skalierung von KI-Fabriken wird die Stromversorgung zu einem begrenzenden Faktor. Daher ist es entscheidend, dass jedes Watt mehr Intelligenz erzeugt. Nscale nutzt die NVIDIA DSX Plattform, um die Stromzuteilung auf die Anforderungen der Workloads abzustimmen. In Tests mit NVIDIA GB300 NVL72-Systemen wies Nscale nach, dass NVIDIA DSX MaxLPS innerhalb desselben bereitgestellten Strombudgets den Betrieb von 37 % mehr GPUs und einen um nahezu 50 % höheren aggregierten Inferenzdurchsatz ermöglichte.
Nscale plant zudem den Einsatz von NVIDIA Vera Rubin-Infrastruktur für das Training von Frontier-Modellen und für Produktions-Workloads, um führende Modell- und Anwendungsentwickler mit seiner vertikal integrierten Full-Stack-Plattform zu unterstützen und in fünf europäische Märkte zu expandieren.
Crusoe entwickelt Spark, seine flüssigkeitsgekühlten modularen KI-Fabriken für die NVIDIA Vera Rubin-Plattform, um die Kapazität von Crusoe Cloud für KI-Inferenz mit geringer Latenz näher an die Nutzer zu bringen. Crusoe Cloud bedient führende Modell- und Anwendungsentwickler in der Region EMEA, darunter Base44, Gradium, LTX und Wonderful.
Auch Aleria, Cassava Technologies, Firebird, G42, Radiant, SWI Compute und Vultr entwickeln KI-Infrastruktur auf Basis von NVIDIA in Europa, den nordischen Ländern, Afrika und Zentralasien und bauen diese weiter aus.
Die regionale Kapazität der KI-Clouds vereint die Full-Stack-KI-Fabrik-Plattform NVIDIA DSX, einschließlich NVIDIA Vera Rubin, NVIDIA BlueField und NVIDIA Spectrum-X Ethernet-Networking. Dadurch erhalten Kunden mehr Auswahl und Kontrolle darüber, wo Workloads und Daten gespeichert sind, während souveräne Rechenservices und wirtschaftliches Wachstum gefördert werden.
Offen: Modelle und Bibliotheken – vom Training bis zur Inferenz
Im gesamten Ökosystem bauen KI-Clouds ihre Infrastruktur und Services auf Basis von NVIDIA aus, damit Entwickler Anwendungen mit offenen Modellen und Bibliotheken erstellen können. Diese neue Kapazität unterstützt Modelltraining, Fine-Tuning für spezialisierte Aufgaben und Inferenz in großem Maßstab, einschließlich Anwendungen, die am Edge bereitgestellt werden.
Für Inferenz in der Produktion hat Nebius NVIDIA Groq 3 LPX eingeführt und nutzt Spectrum-X Ethernet-Networking, um diese Lösung mit Vera Rubin NVL72 in der Nebius Token Factory zu integrieren. Die Kombination wird latenzsensiblen Anwendungen und agentenbasierten Systemen über die verwalteten Serverless- und dedizierten Endpunkte der Plattform sowie über vertraute Programmierschnittstellen eine schnellere Token-Generierung ermöglichen.
Für Robotik und physische KI bietet Nebius eine speziell entwickelte KI-Cloud-Lösung an, die die Full-Stack-Lösung Physical AI Workbench umfasst. Robotikunternehmen wie Rhoda AI, RoboForce und Sereact entwickeln auf dieser Plattform. Darüber hinaus hat das Unternehmen drei NVIDIA Blueprints für KI-Agenten im Einzelhandel – für Bestandsverwaltung, Filialbetrieb und Fine-Tuning – im Rahmen eines Early-Access-Programms auf der Nebius-Infrastruktur eingeführt.
Nebius baut seine Cloud-Services mit seinem Physical AI Living Lab auf dem gesamten Kontinent umfassend aus sowie in Deutschland als Rechenleistungsanbieter für die Next Frontier Challenge der SPRIND, der Bundesagentur für Sprunginnovationen.
Baseten hat mit Nemotron 3.5 Lightning ein spezialisiertes Modell für das Routing von Code-Reviews entwickelt, das von CodeRabbit eingesetzt wird. Durch überwachtes Fine-Tuning und Reinforcement Learning steigerte CodeRabbit die Routing-Übereinstimmung von 75,8 % auf 80,7 % und senkte gleichzeitig die geschätzten Inferenzkosten für den untersuchten Workload um 50 %. Die Ergebnisse zeigen, wie KI-Entwickler offene Modelle von NVIDIA für spezialisierte Aufgaben anpassen und dabei Genauigkeit und Inferenzeffizienz verbessern können.
Fireworks und Era4 arbeiten zusammen, um Unternehmen im Vereinigten Königreich und in Europa offene Modelle zugänglich zu machen. Die Zusammenarbeit verbindet die Plattform von Fireworks für Modelltraining und Inferenz mit direkt flüssigkeitsgekühlter Kapazität auf Basis von NVIDIA Blackwell Ultra GPUs im Standort von Era4 in Chesterfield und unterstützt geplante Unternehmens-KI-Lösungen für Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Life Sciences.
Mistral baut seine beschleunigte Computing-Infrastruktur von NVIDIA aus, um Modelltraining, Anpassung und Inferenz zu unterstützen. Der Ausbau umfasst NVIDIA Vera Rubin-Infrastruktur, deren Lieferung für 2027 geplant ist. Mistral Large 4, das neueste multimodale Frontier-Modell des Unternehmens, wurde auf 3.800 NVIDIA Grace Blackwell GPUs in von Mistral betriebenen europäischen Rechenzentren trainiert und erweitert die Fähigkeiten in den Bereichen Programmierung, agentenbasierte Workflows und multimodales Verständnis.
Verda plant den Einsatz von NVIDIA Vera Rubin, fördert weiterhin Open-Weight-Modelle – mit NVIDIA Nemotron und NVIDIA Cosmos bereits im Produktionseinsatz – und nutzt das Open-Source-Framework NVIDIA Dynamo zur Inferenzoptimierung.
Sicher: Sichere Grenzen für KI-Agenten – vom Chip bis zur Software
Wenn Entwickler Modelle mit Tools und Geschäftssystemen verbinden, benötigen sie zugleich Kontrollmechanismen dafür, worauf Agenten zugreifen und was sie ausführen dürfen.
Auf der GTC Berlin wurde die NVIDIA OpenShell Reference Architecture mit Unterstützung von Partnern aus dem KI-Cloud-Ökosystem vorgestellt. Die Architektur basiert auf der sicheren Laufzeitsoftware NVIDIA OpenShell und soll Organisationen eine Full-Stack-Kontrolle bieten, um KI-Agenten mit klaren Grenzen dafür bereitzustellen, worauf Agenten zugreifen und was sie ausführen dürfen.
NVIDIA Vera Rubin NVL72 für die Modellinferenz, NVIDIA Vera CPUs mit OpenShell für Agent Harnesses und die Nutzung von Tools sowie NVIDIA BlueField-4 DPUs mit NVIDIA Sentry für die Durchsetzung auf Chipebene übernehmen jeweils eine eigene Rolle bei der Bereitstellung dieser Kontrolle. Sie wirken zusammen, damit Agenten ihre vorgesehenen Aufgaben erfüllen können, ohne die von Menschen festgelegten Grenzen zu überschreiten.
Partner wie Aleria, Baseten, Cassava, CoreWeave, Crusoe, DigitalOcean, Firebird, Fireworks, Firmus, G42, GMI Cloud, IREN, Lambda, Lightning AI, Nebius, Nscale, Radiant, Verda und Vultr unterstützen die OpenShell Reference Architecture, um ihren Kunden sichere agentenbasierte Bereitstellungen zu ermöglichen.
Gemeinsam verbinden europäische KI-Clouds regionale Infrastrukturinvestitionen mit der Entwicklung und Bereitstellung von KI. Erweiterte Kapazitäten bieten Entwicklern mehr Standorte für ihre Workloads. Modell- und Inferenzservices unterstützen sie dabei, diese Kapazität zu nutzen. Kontrollmechanismen für Agenten regeln, was Anwendungen beim Übergang in die Produktion ausführen dürfen.
Erfahren Sie mehr über NVIDIA Cloud Partner für Infrastruktur und Services sowie über die OpenShell Reference Architecture für Kontrollmechanismen bei der Bereitstellung von Agenten.
